Verein der Freunde des Hilsenhofes e. V. Forst


Nach über 20-jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender übergibt
Josef Mohr das Amt an seinen Nachfolger Manfred Häffner


Vor „vollem Hause“ fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Vereins der Freunde des Hilsenhofes am 17. März 2017 statt. Neben einer Reihe von wichtigen Tagesordnungspunkten standen die Neuwahlen der gesamten Vorstandschaft im Vordergrund. Bereits vor geraumer Zeit hatte neben Josef Mohr auch Kassiererin Birgitta Weber angekündigt, nicht mehr in ihrer Funktion zur Verfügung zu stehen.

Der 1. Vorsitzende, Josef Mohr, durfte vor versammeltem Haus im Pfarrzentrum Forst neben Bürgermeister Reinhold Gsell auch den 2. Vorsitzenden, Herrn Pfarrer Bopp von der Katholischen Kirchengemeinde Forst-Ubstadt-Weiher, begrüßen. Nach dem Gedenken an die im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder des Vereins, Edgar Veith und Kurt Haselwander, hatte der Vereinsvorstand die in der Jahreshauptversammlung 2016 aufgeworfenen Fragen bezüglich der Besitzverhältnisse zu erklären. Hierbei gab es zu den bisherigen Erkenntnissen keine Neuigkeiten hinsichtlich der formellen Rechtslage. Demnach ist die neu errichte Römisch-katholische Kirchengemeinde Forst-Ubstadt-Weiher Gesamtrechtsnachfolgerin der aufgehobenen Katholischen Kirchengemeinde Forst St. Barbara. Dies bedeutet, dass das Eigentum am Hilsenhof auf die neu errichtete Römisch-katholische Kirchengemeinde Forst-Ubstadt-Weiher am 01.01.2015 übergegangen ist. Zur Frage des 2. Vorsitzenden stellte er klar, dass keine Satzungsänderung mehr notwendig sei, da Pfarrer Bopp kraft Amtes die Funktion des 2. Vorsitzenden übernommen habe.

Als Birgitta Weber im Jahr 1993 ihre Ämter als Kassiererin und Schriftführerin antrat, wurde der heutige zweistufige Parkplatz neu angelegt, der sofort nahezu 100.000 DM verschlang. Mit dieser Information führte der Vereinsvorstand seine Ausführungen fort, in dem er die ehrenamtliche Tätigkeit der scheidenden Kassiererin würdigte. Im Jahre 2003 gab sie das Amt der Schriftführerin ab, so dass sie sich von da an auf die Aufgaben der Kassiererin mit großem Ehrgeiz und viel Engagement konzentrieren konnte. In den über 24 Jahren sei eine stattliche Summe zu verwalten gewesen. Der Vorsitzende bedankte sich im Namen der Vorstandschaft und aller Vereinsmitglieder für die äußerst korrekte und aufopfernde Arbeit für den Verein sowie für die Loyalität und für die immer ehrlichen, auch kritischen - aber stets von Herzen und aus tiefer innerer Überzeugung - kommenden Beiträge. Als Ausdruck des Dankes für 24 Jahre aktive Mitarbeit in der Vorstandschaft des Vereins der Freunde des Hilsenhofes überreichte er einen Gutschein für ein erholsames Familienwochenende mit einem Blumengruß.
Anschließend hielt Josef Mohr eine Rückschau auf die letzten 20 Jahre seiner eigenen Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Vereins. Hierbei erinnerte er an das ereignisreiche Jubiläumsjahr 2015 sowie an sichtbare und weniger augenscheinliche Veränderungen im Hof: gleich zu Beginn standen der Umbau der Küche, eine neue Heizung sowie die Renovierung des Brennhäusels an. Es folgten die komplette Umgestaltung der Außenanlage, die Renovierung des Altenteils und die Neuanlage des Spielplatzes, alles begleitet durch regelmäßig anfallende Pflege- und Instandhaltungsmaßnahmen. Nahezu bescheiden hielt er sich mit weiteren Details seiner Tätigkeit zurück und verwies auf die Darstellungen in der Festschrift, die auslag und für jeden als wertvolle Informationsquelle dienen kann. Vielmehr ging nun sein besonderer Dank an alle Vorstandsmitglieder während der vergangenen beiden Jahrzehnte, mit denen er stets vertrauensvoll zusammenarbeiten konnte. Besonders hob er hierbei Kurt Bauer hervor, der immer für ihn und den Hof zur Stelle war, gerade in seiner Zeit als junger Vorsitzender. Er habe Kurt Bauer mit seiner Hilfsbereitschaft und seinem aufopfernden Wirken für den Hilsenhof immer als Vorbild gesehen. „Ein Vorsitzender ist nur so stark wie seine Mannschaft, und ich glaube, zusammen haben wir in den letzten zwanzig Jahren das optimale für den Verein, für den Hilsenhof und seine Gäste erreicht“ war die abschließende Bilanz des scheidenden Vorsitzenden.

Entsprechend der Tagesordnung folgten die Ausführungen der Schriftführerin Christa Kotz, die über die stattgefundenen Vorstandssitzungen berichtete. Nachdem 2016 drei neue Mitglieder hinzugekommen sind, gehören dem Verein zurzeit 203 Mitglieder an.

Birgitta Weber trat sichtlich erleichtert und zufrieden zum letzten Mal in ihrer Funktion als Kassiererin vor die Versammlung und gab einen Einblick in die Finanzlage des Vereins. Aufgrund weniger Mietausfälle konnten ca. 4000 € mehr als im Vorjahr eingenommen werden. Andererseits schlugen die Ausgaben in den Bereichen Investitionen/Reparaturen, Energiekosten und sonstige Kosten sowie Kurtaxe entsprechend zu Buche. Insgesamt kann der Verein aber mit einer positiven Finanzlage zufrieden sein. Die Kassiererin dankte allen Spendern im Vereinsjahr aufs Herzlichste und hatte noch weitere wichtige Informationen: nach einer Umsatzsteuernachschau des Finanzamts Bruchsal wurde festgelegt, dass der Hilsenhof Umsatzsteuer abführen muss. Das wird einige Änderungen nach sich ziehen. Auf jeden Fall wird die Buchführung deutlich aufwendiger.

Ferner führte die Kassiererin aus, dass sie zur Klärung offener Fragen im Auftrag des Vereins einen Termin beim erzbischöflichen Ordinariat in Freiburg im Oktober 2016 zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Christa Kotz und Maria Baur wahrgenommen habe. Sie bestätigte die von Josef Mohr eingangs gemachte Feststellung hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse, mit der Folge, dass das Eigentum am Hilsenhof auf die neu errichtete Römisch-katholische Kirchengemeinde Forst-Ubstadt-Weiher übergegangen sei. Allerdings hätten die Vertreter des Ordinariats Vorschläge gemacht, wie man das Eigentum des Hilsenhofes eventuell mehr an Forst binden könnte. Hierzu bestehe die Möglichkeit, die Vereinbarung zwischen Kirchengemeinde und dem Verein der Freunde des Hilsenhofes den Wünschen des Vereins entsprechend anzupassen, insbesondere, dass z.B. ein Verkauf nur in enger Abstimmung mit dem Verein erfolgen kann.

Hausmeister Harald Westermann informierte über die durchgeführten Arbeitseinsätze sowie die Aktivitäten der „Rentnertruppe“. Neben den wiederkehrenden Pflege- und Instandhaltungsarbeiten in Haus und Hof konnte der Flur im ersten Stock der begonnenen Optik vollständig angepasst werden. Hierbei musste ein alt gedienter Einbauschrank, an dessen Stelle eine Garderobe platziert wurde, weichen.

Silvia Schanzenbach präsentierte die Belegungszahlen und die Entwicklung der Buchungen in den Häusern, mit denen sie sich sehr zufrieden zeigte. Großes Haus und Altenteil waren mit jeweils 177 Vermietungen an allen Wochenend- und Ferienzeiten optimal genutzt. Das Brennhäusle war mit 164 Übernachtungen gut ausgelastet. Auch der Ausblick für 2017 fällt positiv aus. Aktuell sind die beiden kleinen Häuser an allen Wochenenden bis Ende November 2017 komplett belegt. Es gibt bereits eine Warteliste für eventuelle Stornos.

Nach den abgeschlossen Tagesordnungspunkten brachte der 1. Vorsitzende den Bürgermeister von Forst, Reinhold Gsell, ins Spiel. Dieser ließ die Entlastung der gesamten Vorstandschaft per Abstimmung durch die Versammlung vornehmen, nachdem Alfred Hügel auch im Namen des zweiten Kassenprüfers, Norbert Weih, eine einwandfreie und vorbildliche Kassenführung bescheinigt hatte. Beide Kassenprüfer scheiden nach langjähriger Tätigkeit aus. Alfred Hügel stand dem Verein über 20 Jahre als Kassenprüfer zur Verfügung. Als Dank und Anerkennung gab es anhaltenden Applaus sowie ein Präsent des Vereins.

Der zweite Vorsitzende, Gemeindepfarrer Remigius Bopp, ergriff das Wort und bedankte sich bei der Vorstandschaft und allen Aktiven des Vereins für ihr vorbildliches Engagement. Er bescheinigte dem Verein einen sehr guten Zustand mit günstiger Perspektive, auch was die Einbindung und Beteiligung jüngerer Menschen angeht.

Bürgermeister Reinhold Gsell trat erneut ans Rednerpult, um die anstehenden Neuwahlen durchzuführen, nicht ohne vorher dem ausscheidenden 1. Vorsitzenden Josef Mohr und der Kassiererin Birgitta Weber ein herzliches Dankeschön auszusprechen. Auch er würdigte die Vereinsarbeit, beschrieb sie als vorbildlich und hob die vielen Arbeitseinsätze und Aktionen zum Erhalt des Hofes als nicht selbstverständlich hervor.

Es folgten die Neuwahlen, von der die gesamte Vorstandschaft betroffen war. Auf Vorschlag von Josef Mohr wurde als neuer 1. Vorsitzender Manfred Häffner gewählt. Neu besetzt wurde auch das Amt des Kassiers. Hier tritt Alfons Epp, Leiter des Rechnungsamts der Gemeinde Forst, die Nachfolge von Birgitta Weber an. Alle anderen bisherigen Mitglieder des Vorstandes stellten sich erneut zur Verfügung und wurden wiedergewählt. Josef Mohr bleibt als Beisitzer im Vorstand. Als neue Kassenprüfer fungieren Armin Dillkaute sowie Bianca Schwandt.

Das Ergebnis im Einzelnen:

 
1. Vorsitzender:
Josef Mohr
 
 
Erster Vorsitzender:
Manfred Häffner
 
 
Zweiter Vorsitzender:
Pfarrer Remigius Bopp
 
 
Belegung:
Silvia Schanzenbach
 
 
Hausmeister:
Harald Westermann
 
 
Hausmutter:
Maria Baur
 
 
Hausvater:
Heinz Westermann
 
 
Kassier:
Alfons Epp
 
 
Schriftführerin:
Christa Kotz
 

 
Beisitzer:
Artur Böser
 
 
 
Günter Munz
 
 
 
Josef Mohr
 
 
 
Thomas Lampert
 

 
Kassenprüfer:
Armin Dillkaute
 
 
 
Bianca Schwandt
 



Manfred Häffner freute sich über das Wahlergebnis und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. In seiner Ansprache machte er deutlich, dass er sich - wie auch schon von Josef Mohr vorher angedeutet - in einer Übergangssituation sehe, in der er sich in den kommenden zwei Jahren für den Hilsenhof nach Kräften einsetzen und die Zukunft des Hofes und des Vereins mitgestalten wolle. In Anbetracht der Altersstruktur in der Vorstandschaft sei es aus seiner Sicht notwendig, Nachwuchs zu finden, der bereit ist, Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Auch wenn es unter Beachtung der immensen Leistungen der letzten 20 Jahre nach außen und nicht so den Anschein habe, stünden darüber hinaus weiterhin wichtige und dringende Maßnahmen in den Häusern und im Außenbereich an. Diese Aufgaben wolle er in den ersten Sitzungen im Vorstand thematisieren und Prioritäten festlegen. Ein weiterer Punkt sei die Aufgabenverteilung innerhalb der Vorstandschaft. Auch freue er sich, einen hoch kompetenten und ausgewiesenen Fachmann wie Alfons Epp als neuen Kassier in der Vorstandschaft zu haben. Ebenso sei die Finanzlage des Vereins dank wirtschaftlicher Haushaltsführung ermutigend und stabil. „Getreu dem Leitsatz: Stillstand bedeutet Rückschritt, müssen wir in Bewegung bleiben und das in jeder Hinsicht - von unserem Kopf, von den Ideen her aber auch in der Umsetzung der Maßnahmen und bei Fortentwicklung des Projekts Hilsenhof. Hierzu will ich als Vorsitzender meinen Beitrag leisten und mich nach meinen Möglichkeiten engagiert einbringen“, schloss der neue Vereinsvorstand sein Statement ab.

Auch der neue bedankte sich im Namen des Vereins beim „alten“ 1.Vorsitzenden für sein außergewöhnliches 20-jähriges Engagement sehr warmherzig und persönlich. Am Ende seines Wirkens könne er mit Stolz auf den intakten und attraktiven Zustand des Hofes sowie auf den großen Zuspruch, der sich in den Belegungszahlen widerspiegele, blicken. Auch sei er eine wichtige Kontaktperson zur Gemeinde Seebach, zu den Nachbarn des Hofes sowie zum Heimatverein, wo er wie auch in Forst als „ d'Seppl“ bekannt sei. Er selbst und der Verein freue sich, dass Josef Mohr als Beisitzer weiterhin im Vorstand aktiv sein wird.

Heinz Westermann hatte die ehrenvolle Aufgabe, dem scheidenden Vorsitzenden als Ausdruck des Dankes und der Wertschätzung für die geleistete ehrenamtliche Tätigkeit sowie für sein soziales Wirken einen Wert-Gutschein des Vereins zu überreichen. Mit einem anhaltenden Applaus ging der offizielle Teil der Veranstaltung zu Ende.

Die Jahreshauptversammlung schloss mit einem gemeinsamen Abendessen, wie immer bestens zubereitet vom bewährten Küchenteam, dieses Mal unter der Regie von Artur Böser.

Text: Manfred Häffner