Ferienprogramm auf dem Hilsenhof vom 23.8. bis 25.8.2017


Nach einiger Zeit Pause hatte die Vereinsführung beschlossen, im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde wieder eine Ferienfreizeit auf dem Hilsenhof durchzuführen. Insbesondere deshalb, weil sich mit Rainer Wagner, Teresa Mohr und Michal Koslowski drei engagierte Betreuer gefunden hatten, die bereit waren für den Aufenthalt mit zwei Übernachtungen Verantwortung zu übernehmen. Die organisatorischen Vorbereitungen liefen unter der Federführung von Manfred Häffner und Josef Mohr. Mit zwei Kleinbussen anzureisen, erwies sich als goldrichtig, nachdem die Bahnstrecke nach Baden-Baden buchstäblich aus den Fugen geraten war. So gestaltete sich die Anreise problemlos und ohne große Verzögerung trotz der Baustelle auf der A 5.

Gleich nach der Ankunft bezogen die zwölf Ferienkinder ihre Zimmer: die sieben Jungs im Dreier- und Viererzimmer, die fünf Mädchen alle einen Stock höher im Katzenlauf. Es stand gleich der Besuch des Basgardehofs auf dem Programm. Kinder und Betreuer hielten sich inmitten von Lamas, Alpakas, Schafen, Eseln und Hochlandrindern auf, sichtbar begeistert und fasziniert von der "tierischen" Ausstrahlung. Dabei machten sie auch Bekanntschaft mit den Mini-Hängebauchschweinen namens 'Steak, Wurst und Schnitzel', den kleinen Stars des Hofes. Dass Hofbetreiber Michael Thoma nicht nur mit Tieren umgehen, sondern auch auf Kinder besonders gut eingehen kann, zeigt allein schon die Tatsache, dass die "tierische Hofbesichtigung" ca. 3 1/2 Stunden dauerte, eine Stunde länger als ursprünglich geplant. So stand nach einem kurzen Rückmarsch zum Hilsenhof dem gemeinsamen Grillen im Freien bei sehr angenehmen Temperaturen nichts mehr im Wege. Hierzu hatte Ferienkoch Werner Mohr schon alle Vorbereitungen getroffen und leckere Salaten zubereitet. Um 22.00 Uhr war vom Betreuerteam der Rückzug in die Zimmer verfügt - es dauerte noch eine gute Stunde bis sich die Aufregungen des ersten Tages gelegt hatten und sich langsam die nächtliche Ruhe über den Hilsenhof legte.

Tag zwei begann mit dem gemeinsamen Frühstück einschließlich Küchendienst und lebhafter Konversation am Frühstückstisch. Kurz vor 09.30 Uhr marschierte die Gruppe mit "Guide" Rainer Wagner zum Erzstollen "Silbergründle", einem Denkmal des historischen Bergbaus in Seebach zur Gewinnung von Blei und Silber. Mit Helm, Lampe, Gummistiefel und Umhang ausgestattet, ging es in den oberen Stollen mit zwei Schachtanlagen und einem wassergefüllten Gesenk mit Quelle.

Gut gerüstet für den Stollen/Bild HF


Nach rund zwei Stunden war die geführte Erkundung zu Ende und es ging wieder per Fuß - dieses Mal bergauf - zum Hilsenhof zurück. Nach so viel Anstrengung kam das Mittagessen gerade recht. Der Koch hatte eine schmackhafte Kartoffel- und Gemüsetortilla vorbereitet. Nach kurzer Erholungszeit ging es auf den Sportplatz neben der Vollmers Mühle. Der sportliche Spielenachmittag fand seinen kühlenden Abschluss mit einer selbst mittels Plane und C-Schlauch installierten Wasserrutsche am Hang des Hofes. Ein Tag mit hohem Kalorienverlust! Neben Geschnetzeltem und vegetarischem Essen standen Spaghetti Bolognese auf dem Abendtisch. Die Betreuer staunten nicht schlecht: alle Töpfe leer, enorm hoher Nudelverbrauch! Teresa Mohr hatte sich für den zwischenzeitlich hereingebrochenen Abend am Lagerfeuer einige Spiele ausgedacht, die nochmals bis kurz vor 22.00 Uhr für Stimmung und Leben auf dem Hof sorgten. Da war eine längere Abkühlungsphase bis 23.00 Uhr vorprogrammiert, der Michael Koslowski mit seiner ruhigen Art schließlich zum Erfolg verhalf, bis alle dort waren, wo sie hin gehörten.

Der nächste Morgen und Vormittag war für alle nochmals eine Herausforderung: Frühstück, Küchendienst, Koffer packen, Zimmer räumen, Flure und Räume fegen sowie bei den Arbeiten rund ums Haus zur Hand gehen.

Nachdem das alles erledigt war, waren nochmals Spaß und Spiel auf dem neuen Spielpatz in Seebach angesagt, bevor die Ferienkinder auf dem Hof ihre Erinnerungsbilder im Empfang nehmen durften. Gegen 13.00 Uhr war alles startklar für die Rückreise, die bei dichtem Verkehr ohne Probleme verlief, so dass die Eltern um 15.00 Uhr ihre Kinder am Treffpunkt Parkplatz Waldseehalle abholen konnten. Spätestens jetzt hatten auch die, die sich während des Aufenthalts eher ruhig verhalten hatten, ihren Eltern einiges zu erzählen!

Manfred Häffner